Chat Bots, Robotic Process Automation, Deep Learning und Augenhöhe

Kurzrückblick zum Digital Technologies Meetup #3 am 18.10.2017 in Oldenburg. Hier der Podcastteaser für die vierteilige Podcast-Serie zum Meetup:

Herzlich Willkommen zum Austausch

Endlich hieß es wieder Meetup! In meiner Anmoderation habe ich kurz die Geschichte erzählt, wie ich während meiner Schulzeit in einem Lager gearbeitet habe. Dort ging das Gerücht herum, dass das Lager automatisiert werden solle. Das nutzte ich zum Einstieg, um schon einmal die Frage in den Raum zu stellen, ob das gut oder schlecht (oder etwas dazwischen) sei.

Chat Bots: Wenn Menschen mit Software reden

Dana Matz arbeitet bei der BTC AG und befasst sich dort in Projekten mit der Konzeption und Implementierung von Chat Bots. In ihrem Impuls hat sie uns erklärt, wie ein Chat Bot „unter der Motorhaube“ aussieht. Ein weiterer Punkt war, in welchen Bereichen der Einsatz von Chat Bots sinnvoll sein könnte. Sie nannte Beispiele wie Kundenservice, FAQs oder sogar Bestellungen im eCommerce (am Beispiel des eBay-Chat-Bots für den Facebook Messenger). Wenn Sie das Thema weiter interessiert: Ich habe ein Gespräch mit Luc Dudler von Pal.Chat für meinen Podcast geführt. Äußerst hörenswert und ergänzend zu Danas Vortrag hörbar.

Robotic Process Automation: Automatisierung von Wissensarbeit

Eng ans Thema Chat Bots ist Robotic Process Automation (RPA) geknüpft. Dazu war Expertin Deike Müller (BTC AG) zu Gast. RPA simuliert sich wiederholende Tätigkeiten und kann sie um ein Vielfaches schneller durchführen als ein Mensch. Deike zeigte ein Beispiel, in dem Steuernummern von einer Anwendung in eine Exceltabelle kopiert und im Anschluss eine E-Mail an einen bestimmten Empfänger erstellt und versandt wurden. Beeindrucken, was bereits heute und jetzt schon genutzt wird!

Deep Learning: Wenn Maschinen lernen lernen

Dann war Dr. Martin Tröschel vom OFFIS Institut für Informatik dran. Er hatte die Mammutaufgabe in 15 Minuten zu erklären, was es mit dem Konzept und dem Potenzial von Deep Learning auf sich hat. Die Aufgabe hat er mit Bravour bestanden. Es ging ein leichtes Raunen durch den Raum, als Martin die Rechenlogik eines Perzeptrons zeigte. Doch seine Ausführungen waren mehr als anschlussfähig und für alle nachvollziehbar.

Mensch und Maschine auf Augenhöhe?

Nach drei Impulsen zu Technologie wechselten wir die Perspektive. Sven Franke war für einen Impuls per Video dazugeschaltet (Sven ist Mitinitiator der beiden AUGENHÖHE-Filme). Ich schätze seine reflektierten Ansichten zu allen Facetten der Digitalisierung. Und so hat er auch im Kurzvortrag eine ganz eigene Sicht der Dinge eingeführt. Er glaubt, dass es an uns liegt, ob Menschen und Maschinen auf Augenhöhe sein können. Viel wichtiger: Mut für Neues (statt German Angst, wie er mehrfach betonte) und Augenhöhe müssen sich nicht ausschließen.

Die Suche nach Antworten ist ein Wert an sich

Vier höchstinteressante Impulse später war es Zeit einmal nachzudenken. Was bedeuten die technologischen Entwicklungen für die tägliche Arbeit? Erlösung? Wenn ja, wollen wir oder die betroffenen Personen das überhaupt? Welche Rolle könnte ein Bedingungsloses Grundeinkommen spielen? Wie sollten wir mit Zeit umgehen? In der 30 minütigen Diskussion mit allen Gästen und Referenten haben wir keine finalen Antworten gefunden aber Möglichkeitsräume geschaffen.

Es war ein unglaublich tolles Meetup. Vielen Dank an alle Referenten. Nach solchen Veranstaltungen merke ich immer, dass der ganze Organisations- und Moderationsaufwand sich lohnt. Es kommen Menschen zusammen, die sich nicht kannten und voneinander und von Experten lernen wollen. Das macht einfach Spaß und bringt uns alle weiter.

Podcasts zu den einzelnen Vorträgen




Wenn Sie mehr zu den Themen wissen wollen, dann sehen Sie sich gerne die Aufzeichnung an, die der Raumsponsor junge haie produziert hat.

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