Rückblick: Virtual Reality in Oldenburg

Am 22.05. fand die zweite Ausgabe des Digital Technologies Meetup Oldenburg statt. In diesem Blogpost möchte ich einen kleinen Rückblick auf die Veranstaltung werfen.

Was ist das Digital Technologies Meetup Oldenburg (DTMO)?

Ich habe das DTMO vergangenes Jahr ins Leben gerufen, um Menschen und Technologien zusammenzubringen. Digitale Technologien haben unstreitbar einen enormen Einfluss auf unser Leben. Das ist weder immer gut, noch immer schlecht. Das DTMO soll eine Plattform bieten, um Berührungsängste zu neuen Technologien zu verringern und mit anderen Menschen in den Austausch zu kommen. Zu Veranstaltungen lade ich wenn möglich ein bis zwei echte Experten/innen ein, damit sie uns einen Impuls geben und fachliche Fragen beantworten können.

Als Start haben Joshua Stoffels und ich letztes Jahr einen Bitcoin & Blockchain Workshop veranstaltet. Etwa 20 Personen kamen zusammen, um mehr über diese Hype-Technologie zu erfahren: Menschen aus Unternehmen, Nerds und allgemein Interessierte.

Ende Mai fand endlich die zweite Ausgabe statt: „Virtual Reality: Facetracking, Social VR, Hype und 360° Filming“

Das Meetup

Nachdem die NordWest-Zeitung einen ausführlichen Artikel über Virtual Reality geschrieben und das Meetup verlinkt hat, konnte ich mich vor Anmeldungen kaum noch retten und musste nach 45 Teilnehmern die Anmeldung schließen. Ich war über das große Interesse positiv überrascht – vor allem, weil die Personen unterschiedlicher nicht sein konnten: Schüler, Wissenschaftler, Bildungsträger sowie ein Möbelhersteller.

Bryan Hempen – Facetracking, Social VR, Hype

Nach einer kurzen Intro von mir übernahm Bryan Hempen. Er ist mein Kompagnon bei reVRsed, Virtual-Reality-Entwickler und ein echter Experte im Thema.

In seinem Vortrag stellte er dar, warum es ab 2014 zu einem neuen Hype kam (nachdem es bereits in den 80ern eine Hochphase von Virtual Reality gab). Er zeichnete verständlich nach, welche Hardware von wem wann erschien und lieferte uns interessante Hochrechnungen, wie sich der Markt in den kommenden Jahren entwickeln könnte.

Anschließend zeigte er uns den aktuellen Stand von „Social VR“. Dahinter verbirgt sich alles, was Nutzer mit anderen Nutzern in VR interagieren lässt. Auch wenn Facebook jüngst auf der F8-Konferenz beeindruckende Möglichkeiten der virtuellen Interaktion zeigte und es mit Altspace VR ein waschechtes Social Network gibt – ein Erfolgsfaktor konnte noch nicht umgesetzt werden: Facetracking. Denn erst durch ein Avatar, das dem Original ähnelt (optisch und im Verhalten), entsteht ein Nähe-Gefühl.

Bryan zeigte auch seinen eigenen Prototypen, mit dem Facetracking einfacher werden soll. Ich drücke ihm die Daumen, dass er es erfolgreich umsetzen kann.

Georg Renken – 360°-Filming

Nach einem sehr technologischen Einblick von Bryan, hat Georg uns viele tolle Beispiele von 360°-Filmen mitgebracht. Er selbst ist 360°-Filmer und ist spezialisiert auf die Filmbetrachtung mit Virtual-Reality-Brillen.

Für uns war vor allem der Blick hinter die Kulissen interessant. Denn statt nur starr geradeaus zu sehen und sich leiten zu lassen, kann man als Zuseher überall hinsehen. Das birgt einige Herausforderungen: Wie steuert man die Aufmerksamkeit des Zuschauers? Wie geht man mit „motion-sickness“ um?

Anhand der Beispiele von Georg wurde klar, dass 360°-Filme mehr als nur eine schöne Spielerei sind. Zum Beispiel nutzt ein Unternehmen einen 360°-Rundgang durch die Räumlichkeiten, bis ins Büro des Eigentümers, um Bewerbern einen ersten Einblick zu ermöglichen.

Ich bin gespannt, was da in Zukunft noch kommen mag.

Diskussion

Viele Teilnehmer waren sichtlich angetan von den gezeigten Möglichkeiten in Virtual Reality und mit 360°-Filmen. Wir diskutierten über mögliche Einsatzgebiete (hier habe ich mal 8 Beispiele zusammengetragen, die zeigen, das VR mehr ist als nur Spielerei) und ob man mit Virtual Reality bereits Geld verdienen kann. Zum Thema Geld: Jein. Bei den großen Entwicklerstudios kann man als Entwickler und Designer gutes Geld verdienen. Aber durch die Engine Unity ist es auch Einzelpersonen möglich „DIE“ neue App zu entwickeln, die alle nutzen wollen. Man muss es nur versuchen. Und Mut haben zu scheitern.

Ich freue mich schon auf die nächste Veranstaltung. Falls Sie aus dem Umfeld von Oldenburg, Bremen oder Ostfriesland kommen, folgen Sie gerne dem Meetup oder auf Facebook. Vielleicht sehen wir uns dort?

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