E45: Downshifting: Freiheit, statt Eigentum von Eigentum und Fremdbestimmung – mit Lydia Krüger

Mit einem Tweet ging alles los. Am 26.06. twitterte Lydia Krüger auch bekannt als Büronymus folgendes: “Viel Druck ist selbstgemacht: Hauskredit, Fernreisen, immer die neusten Gadgets und “den Kindern was bieten müssen”. All die Kohle muss man dann eben erst mal heranschaffen – downshifting hilft”. Die Aussage – und ihre Beobachtung finde ich auf vielen Ebenen interessant.

Seit Jahren nerve ich Bekannte von mir mit dem Hinweis auf die hedonistische Tretmühle. Die Theorie besagt verkürzt gesagt, dass man sich schnell an Geldzuwächse, ein Haus oder ein neues Auto gewöhnt. Und wenn man sich dran gewöhnt hat, liegt die Verführung nah, wieder etwas draufzusetzen. Und das kostet Geld und Aufmerksamkeit.Der Begriff Downshifting hat mich angesprochen, weil er davon ausgeht, dass man bereits auf einer problematischen Ebene ist, von der man wieder runter kommen kann – wenn man denn will.Nach ein paar Nachrichten haben Lydia und ich uns in Berlin auf einen Kaffee und ein Gespräch zu ihrem Tweet getroffen. Sie ist Autorin, Lektorin und sorgt mit ihren Produkten wie dem Kartenspiel “Kampf der Abteilungen” und provokanten Blogartikeln für Diskussionen im Netz. Fürs Gespräch starten wir mit ihrem Tweet und dann flanieren wir los. Konkret: Über Zeit für Aktivitäten, die einem wirklich wichtig sind, über Muße, Zeit und Teilzeit, über die Arbeitswelt, gesellschaftliche Ansprüche, Eigentum, das Ende der Lohnarbeit, Henry David Thoreau, Stoizismus, Regelmäßigkeit und Unregelmäßigkeit. Mir hat das Gespräch riesigen Spaß gemacht. Ich bin schon jetzt auf Reaktionen zu diesem Podcast gespannt.Mehr von Lydia Krüger gibt’s auf bueronymus.de und bei Twitter unter @fonski_berlin.

Bei Spotify hören. Bei iTunes hören.

Shownotes

Nassim Nicholas Taleb: Der Schwarze Schwan

Nassim Nicholas Taleb: Antifragilität

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

How to be a Stoic

1 comment

Downshifting-hörenswert, inspirierend!

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